Bibliotheken zentral verteilen
Für die IT gibt es die Richtlinie «Configure team site libraries to sync automatically». Sie richtet die angegebenen Bibliotheken bei der nächsten Anmeldung am OneDrive-Client ein, verteilt über ein Fenster von acht Stunden, damit das Netz nicht überlastet wird1. Microsoft empfiehlt sie nicht für Bibliotheken mit mehr als 5'000 Dateien oder Ordnern und nicht für dieselbe Bibliothek auf mehr als 1'000 Geräten. Die Dateien kommen als «nur online verfügbar», und die Benutzer können die Synchronisierung nicht beenden1.
Wolkenlaufwerk weist ein Laufwerk einer Entra-ID-Gruppe zu. Der Agent holt seine Konfiguration beim Start und alle 30 Minuten, im Tray sofort mit «Jetzt aktualisieren».
Ordner statt Laufwerksbuchstabe
OneDrive legt synchronisierte Bibliotheken in einen Ordner mit dem Namen der Organisation unter dem Benutzerprofil, der Ort lässt sich nicht wählen3. Ein Netzlaufwerk oder zugeordnetes Laufwerk als Speicherort geht nicht2. Wer Vorlagen, Makros, Verknüpfungen oder Gewohnheiten auf M:\ oder F:\ hat, findet die Dateien nach dem Umstieg an einem anderen Pfad.
Wolkenlaufwerk lässt den OneDrive-Ordner, wo er ist, und legt den gewünschten Buchstaben darauf. Im Explorer steht dann «Firma (M:)» unter «Geräte und Laufwerke».
Sehr grosse Bibliotheken
Microsoft empfiehlt, insgesamt höchstens 300'000 Elemente im Cloudspeicher zu synchronisieren; darüber können Leistungsprobleme auftreten, auch wenn nicht alles synchronisiert wird. Bis 1'000'000 Elemente je Gerät laufen als öffentliche Vorschau, mit Windows 11, SSD und mindestens 8 GB Arbeitsspeicher2.
Für Archive und sehr grosse Bibliotheken hat Wolkenlaufwerk den Stream-Modus: Dateien kommen erst beim Öffnen, es wird nichts vorab synchronisiert (Plan Plus).
Was gleich bleibt
Sync-Laufwerke von Wolkenlaufwerk sind OneDrive-Synchronisierung. Mit «Dateien bei Bedarf» belegen Dateien erst Platz, wenn man sie öffnet; was auf «Immer auf diesem Gerät behalten» steht, ist immer offline da4. Der Versionsverlauf in SharePoint bleibt.
Automatisches Speichern ist an, wenn eine Datei in OneDrive oder SharePoint gespeichert ist, und aus bei einem Dateiserver oder einem lokalen Pfad5. Über einen Ersatz-Buchstaben erkennt Word die Datei nicht als OneDrive-Datei, darum öffnet ein Doppelklick auf M: die lokale Kopie ohne automatisches Speichern. Gemeinsam bearbeiten mit AutoSave geht per Rechtsklick «Mit Office öffnen»: Office öffnet die Datei direkt aus SharePoint.
Wann OneDrive allein reicht
Wenn wenige Bibliotheken im Spiel sind, die Mitarbeitenden mit Ordnern in der Navigation gut zurechtkommen und nichts an Laufwerksbuchstaben hängt, braucht es kein Zusatzwerkzeug.
Wolkenlaufwerk lohnt sich, wenn der Fileserver mit seinen Buchstaben abgelöst wird, die IT Laufwerke je Gruppe verteilen will oder grosse Archive dazukommen.
| Thema | OneDrive allein | Wolkenlaufwerk |
|---|---|---|
| Kosten | in Microsoft 365 enthalten | ab CHF 2.90 je Benutzer und Monat |
| Laufwerksbuchstabe | nein | ja, frei wählbar |
| Zentral verteilen | Richtlinie, Fenster von 8 Stunden | Entra-ID-Gruppe im Portal |
| Grosse Bibliotheken | empfohlen bis 300'000 Elemente | Stream-Modus |
Quellen
- Microsoft Learn: IT Admins, Use OneDrive policies to control sync settings, abgerufen am 06.11.2026
- Microsoft Support: Restrictions and limitations in OneDrive and SharePoint, abgerufen am 06.11.2026
- Microsoft Support: Synchronisieren von SharePoint- und Teams-Dateien mit Ihrem Computer, abgerufen am 06.11.2026
- Microsoft Support: Sparen von Speicherplatz mit OneDrive-Dateien bei Bedarf für Windows, abgerufen am 06.11.2026
- Microsoft Support: Was ist automatisches Speichern?, abgerufen am 06.11.2026